ESMA veröffentlicht Antworten auf Fragebogen zur Kurzfristigkeit

Die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) hat am 5. September 2019 die Antworten auf den Fragebogen veröffentlicht, der Hinweise auf einen möglichen kurzfristigen Druck auf Unternehmen aus dem Finanzsektor sammeln sollte.

In Anbetracht der Auswirkungen von Kurzfristigkeit ist dies ein Teil der Aufgabe der ESMA im Bereich von Sustainable Finance und bezieht sich auf den Aktionsplan der Europäischen Kommission zur „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ (Einzelheiten zum Aktionsplan in unserem Blog-Beitrag vom 27.08.2019 hier).

Die ESMA hatte Investoren, Emittenten, OGAW-Verwaltungsgesellschaften, selbstverwaltete OGAW-Investmentgesellschaften, Kapitalverwaltungsgesellschaften und die Wirtschaftsverbände der Finanzmarktteilnehmer aufgefordert, den Fragebogen zwischen dem 24. Juni und dem 29. Juli 2019 zu beantworten. Die Antworten sollen zur Analyse über mögliche Gründe unangemessener Kurzfristigkeit von Unternehmen beitragen, um Bereiche zu ermitteln, in denen die bestehenden Regeln zur Minderung unangemessener Kurzfristigkeit beitragen und die Regeln kurzfristige Belastungen verschärfen können.

Bis Dezember 2019 beabsichtigt die ESMA der Europäischen Kommission auf der Grundlage ihrer Ergebnisse einen Bericht vorzulegen. Der Bericht soll Nachweise und möglicherweise Empfehlungen für einen möglichen unangemessenen Grad an Kurzfristigkeit enthalten. Die Kommission wird prüfen, wie die Ergebnisse des Berichts weiterverfolgt werden können, was wiederum mit politischen Maßnahmen verknüpft sein kann.

Die einzelnen Antworten auf den Fragebogen finden sich hier.

Magnus Hamsch

Senior Associate, Finance/Financial Regulation

Fieldfisher

Email