Kategorie-Archiv: MiFID II (Allgemein)

ESMA: Stellungnahmen bezüglich der Leitlinien zu MIFID II Geeignetheitsprüfung veröffentlicht

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat die Stellungnahmen zu ihrem am 13.7. 2007 publizierten Entwurf einer Leitlinie zu bestimmten Aspekten der MiFID II Anforderungen zur Geeignetheit veröffentlicht.

Die konsultierte Leitlinie sollen die  entsprechende ESMA Leitlinie aus dem Jahr 2012 ersetzen.  Die ESMA schlägt u.a. neue Vorgaben bezüglich der Anforderungen an die Berücksichtigung von Kosten und Komplexität äquivalenter Finanzinstrumente und an die Kosten-Nutzen-Analyse bei der Umschichtung von Anlagen vor. Es wurden weiterhin Erläuterungen hinzugefügt, um den Zusammenhang mit Online-Dienstleistungen wie Robo-Advice zu klären.

ESMA und EBA veröffentlichen Annex zu Leitlinien zur Eignung von Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Aufsichtsorgans sowie Inhabern von Schlüsselfunktionen

Die European Banking Authority (EBA) und die European Securities and Markets Authority (ESMA) haben einen Annex zu ihren gemeinsamen Leitlinien zur Beurteilung der Eignung von Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Aufsichtsorgan sowie Inhabern von Schlüsselfunktionen veröffentlicht (siehe auch hier). Der Annex enthält ein Muster zur Bestimmung der kollektiven Geeignteheit der oben genannten Organe und Personengruppen.

ESMA aktualisiert Q&As zu MIFID II und MiFIR zum Anlegerschutz

Die European Securites and Markets Authority (ESMA) hat die Q&As „on MiFID II and MiFIR investor protection and intermediary topicsaktualisiert. Die Q&As enthalten Aktualiserungen zu den Bereichen:

  • Best Execution;
  • Aufzeichnungen von Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation;
  • Post-Sale Reporting;
  • Informationen zu Kosten und Gebühren und
  • Kundenkategorisierung.

ESMA aktualisiert Q&As zu MiFID II und MiFIR Transparenzanforderungen

Die European Securities and Markets Authorities (ESMA) hat ihre Q&As zu „MiFID II and MiFIR transparency topics“ umfangreich aktualisiert.

Die Änderungen vom 3. Oktober 2017 betreffen im Einzelnen:

  • generelle Fragen und Antworten zu Transparenzthemen:
    • Zeitpunkt der Bereitstellung von Vorhandelstransparenz bei RfQ Systemen (Q&A 7, S. 21);
    • Real-time Nachhandelstransparenzanforderungen für Systematische Internalisierer (Q&A 8, S. 21)
  • Non-Equity Transparenz:
    • Anwendbarkeit des lokalen Deferral Regimes nach (Q&A 2, S. 24);
    • Aggregierte Publikation, für den Fall, dass weniger als 5 Transaktionen an einem Tag ausgeführt wurden nach Art. 11 Abs. 3 lit. a MiFiR, Art. 11 Abs. 1 lit. a RTS 2 (Q&A 3, S. 24);
    • Ausnahmen bezüglich Package Orders (Q&A 4, S. 25);
    • Definition von normal trading hours bei non-equity instruments (Q&A 5, S. 26);
  • Double Volume Cap Mechanism:
    • Anpassungen von MiFID I Waivers im Hinblick auf DVC (Q&A 1 , S. 30)
    • Anwendung von DVC ab dem 3. Januar 2018 bezüglich Finanzinstrumente, für die noch kein Waiver gilt (Q&A 2, S. 32).
  • Systematische Internalisierer:
    • Fragen zur Kalkulation von Thresholds – Granularität  (Q&A 4, S. 38);
    • Definition des Begriffs „executing client orders“ (Q&A 7, S. 41);
    • Limitierung des Zugangs zu Kursofferten nach Artikel 18 Abs. 5 MiFIR (Q&A 8, S. 42);
    • Beschränkung der Anzahl der Transaktionen mit einem Kunden nach Artikel 18 Abs. 7 MiFIR (Q&A 9, S. 42).

ESMA aktualisiert Q&As zu MIFID II und MiFIR Commodity Derivaten

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat ihre Q&As zu „MiFID II and MiFIR commodity derivatives topics“ aktualisiert. Die aktualisierten Q&As betreffen die Frage des Anwendungsbereichs (S. 20 des Dokuments) sowie der Anwendung von Positionslimite nach Art. 57 MiFID II (S. 30 des Dokuments).

 

MiFID II – Vorhandelstransparenz und Positionslimite – Gemeinsamer Arbeitsplan der ESMA und NCAs

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat zusammen mit den zuständigen nationalen Behörden (National Competent Authorities – NCAs) einen gemeinsamen aktualisierten Arbeitsplan zu den notwendigen Stellungnahmen bezüglich des Verzichts auf die Vorhandelstransparenzerfordernisse und Positionslimite veröffentlicht, die nach MiFID II und der MIFIR abgegeben werden müssen. Zur Zeit sind von der ESMA ungefähr 700 Stellungnahmen bezüglich des Erlasses von Vorhandelstransparenzerfordernissen und 110 hinsichtlich der Positionslimits abzugeben.

Hintergrund ist, dass vor der Gewährung von Ausnahmen durch die zuständige nationale Behörde (hier beispielhaft bezogen auf die Vorhandelstransparenzerfordernisse) diese die ESMA sowie andere zuständige Behörden über ihre jeweilige Absicht, eine individuelle Ausnahme zu gewähren, zu informieren und die Handhabung der jeweiligen Ausnahme zu erläutern haben. Die Absicht zur Gewährung einer Ausnahme ist spätestens vier Monate vor deren Inkrafttreten bekannt zu geben. Binnen zwei Monaten nach Erhalt der Meldung gibt die ESMA eine Stellungnahme an die jeweils zuständige Behörde ab, in der die Vereinbarkeit der Ausnahme mit den Anforderungen bewertet wird, die in Absatz 1 des Artikels 9 MiFIR festgelegt sind und in den gemäß Absatz 5 des Artikels 9 MiFIR zu erlassenden technischen Regulierungsstandards (Delegierte Verordnung (EU) 2017 / 587 und Delegierte Verordnung (EU) 2017/583) festgelegt werden. Gewährt eine zuständige Behörde eine Ausnahme, und eine zuständige Behörde eines anderen Mitgliedstaats ist damit nicht einverstanden, kann die betreffende zuständige Behörde die ESMA erneut mit der Angelegenheit befassen. Diese kann sodann im Rahmen der ihr durch Artikel 19 der Verordnung (EU) Nr. 1095/2010 übertragenen Befugnisse tätig werden. Die ESMA überwacht die Anwendung der Ausnahmen und legt der Kommission jährlich einen Bericht über ihre Anwendung in der Praxis vor.

Hinsichtlich der Vorhandelstransparenzerfordernisse sieht der Arbeitsplan vor, dass die ESMA die Arbeit bezüglich „Equity Instruments Waivers“ prioritisiert und voraussichtlich bis Ende 2017 beendet.

Bezüglich „Non-Equity Instruments Waivers“ wird die ESMA nur einen kleineren Teil der Stellungnahmen vor dem 3. Januar 2018 abgeben können. Die zuständigen nationalen Behörden haben sich daher verpflichtet, bezüglich der Anträge, bei denen eine Stellunganhme der ESMA aussteht, einen Erlass nur zeitlich begrenzt, bedingt oder im Wege eines rücknehmbaren Administrativaktes zu erlassen. ESMA beabsichtigt, Q&As zu diesem Thema zu veröffentlichen.

Bezüglich der der Positionslimits für Commodityderivate  haben sich die ESMA und die NCAs angesichts der Komplexität der Aufgabe darauf verständigt, dass es nicht möglich ist, alle Stellungnahmen vor dem 3. Januar 2018 abzugeben.  Die NCAs werden daher auch Limits abgeben und überwachen, bevor die ESMA eine Stellungnahme abgegeben hat. Alle NCAs stimmen zu, diese später gegebenenfalls zu ändern.

Sowohl im Falle der nachträglichen Änderung in Bezug auf Vorhandelstransparenzerfordernisse als auch bezüglich der Positionslimite wird den Markteilnehmern genügend Zeit für eine Anpassung gegeben.

 

ESMA veröffentlicht Leitlinien für Mitglieder des Leitungsorgans von Marktbetreibern und Datenbereitstellungsdiensten

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat Leitlinien für Mitglieder des Leitungsorgans von Marktbetreibern und Datenbereitstellungsdiensten (Guidelines on the management body of market operators and data reporting services providers) veröffentlicht. Diese Leitlinien richten sich an die zuständigen nationalen Behörden, Marktbetreiber und Datenbereitstellungsdienste.  Sie beruhen auf Artikel 45 Abs. 9 und Artikel 63 Abs. 2 der MiFID II und werden am 3. Januar 2018 in Kraft treten. Die zuständigen nationalen Behörden müssen innerhalb von zwei Monaten der ESMA mitteilen, ob sie beabsichtigen die Guidelines anzuwenden.

Die Leitlinien behandeln unter anderem folgende Themen:

  • Konzept des ausreichenden Zeitaufwands, d. h. der Zeit, die ein Mitglied des Leitungsorgans für die Wahrnehmung seiner Aufgaben aufwenden muss, damit dies im Verhältnis zu den Umständen im Einzelfall und zu Art, Umfang und Komplexität der Geschäfte des Marktbetreibers / Datenbereitstellungdienstes als ausreichend anzusehen ist;
  • notwendige Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen, über die das Leitungsorgan kollektiv verfügen muss;
  • Aufrichtigkeit, Integrität und Unvoreingenommenheit eines Mitglieds des Leitungsorgans;
  • Konzept des angemessenem Umfangs von Personal und Finanzressourcen für die Einführung der Mitglieder des Leitungsorgans in ihr Amt;
  • Konzept der Diversität bei der Auswahl der Mitglieder des Leitungsorgans als heranzuziehendes Kriterium.

 

 

EBA und ESMA veröffentlichen Leitlinien zur Eignung von Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Aufsichtsorgans sowie Inhabern von Schlüsselfunktionen

Die European Banking Authority (EBA) und die European Securities and Markets Authority (ESMA) haben gemeinsame Leitlinien zur Beurteilung der Eignung von Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Aufsichtsorgan sowie Inhabern von Schlüsselfunktionen veröffentlicht. Die Leitlinie beruht auf Art. 91 Abs 12 der CRD IV sowie auf Art. 9 Abs. 1 der MiFID II. Die Leitlinie wird am 30. Juni 2018 in Kraft treten und die existierende Leitlinie vom 22. November 2012 ersetzen.

MIFID II / MiFIR – AFME veröffentlicht Report zu Post-Trade Reportingpflichten

Die Association for Financial for Financial Markets in Europe (AFME) hat einen umfangreichen Report zu MiFID II / MiFIR Post-Trade Reportingpflichten veröffentlicht. Der Report  behandelt die folgenden Themen:

  • Anwendungsbereich der MIFID II / MiFIR Nachhandelstransparenzpflichten;
  • Welche Daten unterfallen der Nachhandelstransparenzplficht;
  • Wann sind Daten zu melden;
  • An welche Stelle sind Daten zu melden;
  • Szenarien, in denen Meldepflichten bestehen;
  • Herausforderungen, denen sich Marktteilnehmer bei der Implementierung gegenüberstehen;
  • Erläuterungen der Terminologie (z.B. Approved Publication Arrangement (APA)).