Schlagwort-Archiv: Aufklärungspflicht

Prospekthaftung wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung bei Kenntnis von konkretem Altlastenverdacht

In einer jüngst veröffentlichten Entscheidung der Berliner Kammergerichts vom 27. August 2015 (Az.: 2 U 57/09, abrufbar hier) stellte das Gericht fest, dass die Initiatorin (und Prospektherausgeberin) eines geschlossenen Immobilienfonds den Fondsanlegern auf Schadensersatz wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB haften kann, wenn sie Kenntnis von einem konkreten, behördlich festgestellten Altlastenverdacht in Bezug auf das Fondsgrundstück hat und im Fondsprospekt auf diesen Umstand nicht hingewiesen wird. Weiterlesen

BGH: ordnungsgemäße Beratung eines Anlegers vor Beteiligung an einem geschlossenen Fonds

Der BGH hatte Ende letzten Jahres am 11.12.2014 erneut zur Frage der ordnungsgemäßen Beratung eines Anlegers im Zusammenhang mit der Zeichnung einer Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts – im Konkreten zu Anlageziel, Fungibilität sowie Haftungsrisiko als GbR-Gesellschafter – zu entscheiden (Az.: III ZR 365/13, die Entscheidung ist hier abrufbar). Weiterlesen

Banken obliegt Aufklärungspflicht über mögliche Aussetzung der Anteilrücknahme

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte jüngst in zwei Fällen zu entscheiden (Az.: XI ZR 477/12 sowie XI ZR 130/13), ob eine Bank, die ihren Kunden empfiehlt, Anteile an einem offenen Immobilienfonds zu erwerben, diese ungefragt über das Bestehen der Möglichkeit einer Aussetzung der Anteilrücknahme durch die Fondsgesellschaft aufzuklären hat bzw. im Falle des Unterlassen wegen fehlerhafter Anlageberatung haftet. Weiterlesen