Konsultation zur Novellierung der KARBV und der KAPrüfbV veröffentlicht

Die BaFin hat am 25.07.2017 auf ihrer Internetseite Entwürfe zur weitreichenden Änderungen der Kapitalanlage-Rechnungslegungs- und Bewertungsverordnung (KARBV) sowie der Kapitalanlage-Prüfungsberichte-Verordnung (KAPrüfbV) einschließlich einer Begründung veröffentlicht (Konsultation 07/2017 – Novellierung der KARBV und der KAPrüfbV, Geschäftszeichen WA 41-FR 4100-2017/0001, abrufbar hier).

Die KARBV enthält nähere Bestimmungen zu Inhalt, Umfang und Darstellungen der Rechnungslegung für Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften sowie darüber hinaus zur Bewertung von Vermögensgegenständen und zur Ermittlung des Nettoinventarwertes nach dem Kapitalanlagegesetzbuch.

Die KAPrüfbV regelt Gegenstand und Zeitpunkt der Prüfung von externen Kapitalverwaltungsgesellschaften, Investmentaktiengesellschaften, Investmentkommanditgesellschaften und Sondervermögen, den Inhalt der zu erstellenden Prüfungsberichte sowie Art und Umfang der Berichterstattung im Sinne des KAGB. Dabei orientiert sich die KAPrüfbV an den Grundsätzen einer risikoorientierten Aufsichtstätigkeit und dem damit verbundenen veränderten Informationsbedarf der Aufsicht.

Die Änderungen sind umfassend, beinhalten aber insb. solche zu Investitionen in unverbriefte Darlehensforderungen sowie zur Darlehensvergabe. Die Änderungen sind auf das OGAW-V-Umsetzungsgesetz, dir EU-Benchmarkverordnung und die EU-Verordnung zur Erhöhung der Transparenz von Wertpapierfinanzierungsgeschäften zurückzuführen. Weitere Folge der Änderungen wäre, dass die Fondsberichte sowie die Prozesse zur Bewertung angepasst werden müssten. Entsprechend befürwortet die BaFin, dass die Änderungen erst auf solche Fondsberichte desjenigen Geschäftsjahres Anwendung finden, das 6 Monate nach Inkrafttreten der KARBV endet.

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