Konsultation zum grenzüberschreitenden Fondsvertrieb in der EU

Mit Datum vom 2. Juni 2016 hat die EU-Kommission eine Konsultation über die wesentlichen Hindernisse bei der grenzüberschreitenden Vermarktung von Investmentfonds (OGAW, AIF, EUVECA, ELTIF und EUSEF) veröffentlicht.

Ziel der Konsultation ist sowohl die Identifizierung der wesentlichen Hindernisse beim grenzüberschreitenden Vertrieb als auch zugleich die Unterstützung der Kapitalmarktunion, welche beabsichtigt, insbesondere kleineren und institutionellen Investoren den Zugang zu Investmentfonds zu ermöglichen. So ist die Konsultation auch Teil des Aktionsplan-Pakets der Kapitalmarktunion und berücksichtigt die entsprechenden Beiträge zur Sondierung zum EU-Rechtsrahmen für Finanzdienstleistungen.

Durch die Bestimmung quantitativer und finanzieller Hindernisse bei der grenzüberschreitenden Vermarktung von Investmentfonds bzw. durch deren Abbau durch Implementierung entsprechender Maßnahmen, soll der Anteil der europaweit vertriebenen Fonds erhöht werden, um hierdurch wiederum ein entsprechendes Wachstum und eine effizientere europaweite Kapitalverteilung zu verwirklichen.

Im Hinblick auf die zu evaluierenden Hindernisse fragt die EU-Kommission in ihrem Konsultations-Papier ganz gezielt nach den folgenden Themenbereichen:

  • Nationale Vorgaben bzw. Beschränkungen, wie beispielsweise zusätzliche Anforderungen an die erforderliche Fondsdokumentation
  • Vertriebskosten und aufsichtsrechtliche Gebühren, wie beispielsweise zusätzliche Gebühren für eine erforderliche Vertriebszulassung
  • Zusätzliche administrative Anforderungen
  • Anforderungen beim Vertriebsnetz, insbesondere beim sog. Direktvertrieb
  • Anforderungen der Vertriebszulassung, wie beispielsweise Hindernisse bei der Änderung bzw. Anpassung der Fondsdokumente
  • Unterschiedliche Besteuerung von Investmentfonds

Die Konsultationsfrist läuft bis zum 2. Oktober 2016.

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