EU-Konsultation zur Fernabsatz-Richtlinie wegen Digitalisierung

Im April hat die EU-Kommission hat eine Konsultation zur Richtlinie über den Fernabsatz von Finanzdienstleistungen veröffentlicht (Distance Marketing of Financial Services – evaluation of EU rules).

Hintergrund der aktuellen Konsultation dieser Richtlinie aus dem Jahr 2002 sind insbesondere ganz aktuelle Marktentwicklungen (allen voran die Digitalisierung) und damit die Feststellung der Zweckmäßigkeit der Richtlinie. Weiter sollen relevante Rechtsvorschriften überarbeitet werden.

Die Konsultation läuft bis zum 2. Juli 2019. Die Richtlinie regelte insbesondere, welche Informationen ein Verbraucher über eine Finanzdienstleistung und den Anbieter erhalten sollte, bevor er einen Fernabsatzvertrag (z.B. über Telefon/ E-Mail) abschließt. Auch gewährt sie Verbrauchern ein 14-tägiges Widerrufsrecht bei gewissen Finanzdienstleistungen.

Seit dem Inkrafttreten der Richtlinie im Jahr 2002 ist der Finanzsektor insbesondere im Bereich der Privatkunden zunehmend digitalisiert, wobei neue Produkte und Akteure auf dem Markt getreten sind und insbesondere auch neue Vertriebskanäle genutzt werden.

Die öffentliche Konsultation bietet nun Verbrauchern, Experten aus der Finanzdienstleistungsbranche im Privatkundenbereich, nationalen Behörden und anderen interessierten Kreisen die Möglichkeit, ihre Ansichten über die Relevanz, Wirksamkeit und Kohärenz dieser Richtlinie darzulegen.

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