EU-Konsultation zu Auswirkungen der International Financial Reporting Standards

Die EU Kommission hat jüngst eine öffentliche Konsultation über die Auswirkungen der Internationalen Rechnungslegungsstandards (kurz „IFRS“) eröffnet, die planmäßig am 31.10.2014 enden soll. Die Befragung richtet sich an Wirtschaftsbeteiligte am Kapitalmarkt und Unternehmen, die Jahresabschlussrechnungen vornehmen oder sie zu Investitionszwecken verwenden, und zwar mit oder ohne IFRS. Ansichten zu wichtigen Aspekten werden gesammelt, wie beispielsweise die Bedingungen, die alle neuen IFRS zu erfüllen haben sowie die mit den IFRS verbundenen Kosten und Nutzen innerhalb der EU. Die EU-Konsultation hat zum Ziel festzustellen, ob und wie die Anwendung der IFRS verbessert und die Effizienz der EU-Kapitalmärkte durch die Erhöhung der Transparenz und Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen gefördert werden kann.

Für nach dem KAGB regulierte Investmentvermögen haben die IFRS bisher hingegen kaum bzw. keine Bedeutung. Hatten (Fonds-)Gesellschaften vor Inkrafttreten des KAGB Mitte 2013 ihren Jahresabschluss nach handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellen, findet nun i.d.R. das KAGB und die Kapitalanlage-Rechnungslegungs- und -Bewertungsverordnung (KARBV) Anwendung; daneben gilt das Handelsgesetzbuch (HGB) lediglich ergänzend. Insoweit besteht aktuell in Deutschland eine „Mix“ zweier Rechnungslegungsarten – nach KAGB sowie nach HGB. Hier wäre nach internationalem Vorbild sicherlich begrüßenswert, auf IFRS umzusteigen. Dieser Schritt würde nicht zuletzt dazu führen, einen internationalen Vergleich mit anderen Private Equity Fonds, Immobilienfonds oder sonstigen geschlossenen Investmentfonds herzustellen.

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