ESMA veröffentlicht Guidelines zu Vergütungssystemen von OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaften und aktualisierte Guidelines für AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaften

ESMA hat am 14.10.2016 ihre Guidelines on Sound Remuneration Policies Under the UCITS Directive (“UCITS Remuneration Guidelines”) und aktualisierte Guidelines on Sound Remuneration Policies Under the AIFMD.

Während die für OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaften („OGAW-KVG“) geltenden Guidelines neu erlassen worden sind (ESMA hatte bislang die Notwendigkeit einer gesetzgeberischen Klarstellung zum Proportionalitätsgrundsatz gesehen, vgl. unser Beitrag zum Final Report aus März 2016), enthalten die Guidelines für AIF- Kapitalverwaltungsgesellschaften lediglich eine Klarstellung zu den bereits bestehenden Leitlinien für solide Vergütungspolitiken unter Berücksichtigung der AIFMD (ESMA/2013/232).

Die UCITS Remuneration Guidelines sehen dabei eine Abstufung nach solchen Regelungen vor, die für das gesamte Personal einer OGAW-KVG gelten und solche, die nur bestimmtes Personal betreffen, das sog. „identified staff“ (Rn. 18ff). Nach der etwas sperrigen Definition von ESMA meint „identified staff“ „eine Kategorie von Mitarbeitern, einschließlich der Geschäftsleitung, der Risikoträger, der Kontrollfunktionen und aller anderen Mitarbeiter, die in die Vergütungsspanne der Geschäftsleitung und der Risikoträger fallen und deren berufliche Handlungen einen wesentlichen Einfluss auf das Risikoprofil der OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaft oder der durch sie verwalteten OGAW sowie eine Kategorie von Mitarbeitern, auf die Aufgaben der Vermögensverwaltung durch die OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaft übertragen worden sind und deren Handlungen einen wesentlichen Einfluss auf das Risikoprofil des OGAW hat, den die Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltet“ (vgl. S. 4 der UCITS Remuneration Guidelines) Dabei gelten die in Rn. 19 aufgeführten Personengruppen widerleglich vermutet als zum „identified staff“ zugehörig.

Die Guidelines gelten ab dem 1. Januar 2017.

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