ESMA veröffentlicht finale Geeignetheitsleitlinien unter MiFID II

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) veröffentlichte am 28. Mai ihre finalen Geeignetheitsleitlinien (ESMA35-43-869) in der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung unter der Richtlinie 2014/65/EU (MiFID II).

Die Leitlinien bauen auf dem ESMA Text von 2012 auf und beschäftigen sich unter anderem mit:

  • Der technologischen Entwicklung des Beratungsmarktes, insbesondere dem zunehmenden Einsatz von automatisierten und halbautomatisierten Systemen für die Anlageberatung oder dem Portfoliomanagement (Robo-Advice);
  • Dem Geeignetheitstest in der Vermögensverwaltung, wonach die Beurteilung anhand der Anlagestrategie erfolgen kann, sofern der Vermögensverwaltungsvertrag diese ausreichend detailliert beschreibt;
  • Dem Geeignetheitstest in der Anlageberatung, wonach hinsichtlich der notwendigen Kenntnisse und Erfahren auf das konkrete Produkt und dessen Risiken abzustellen ist;
  • Dem Anlagewechsel, wobei ein solcher nicht vorliegen soll, wenn es lediglich zu einer Veränderung bei der passiven Strategie kommt.

Die Leitlinien werden in die Amtssprachen der EU übersetzt und auf der Website der ESMA veröffentlicht. Die nationalen Aufsichtsbehörden müssen der ESMA innerhalb von zwei Monaten nach der Veröffentlichung mitteilen, ob sie die Leitlinien einhalten oder einhalten wollen. Die Leitlinien gelten 60 Kalendertage nach diesem Datum. Die Leitlinien für 2012 werden zum gleichen Zeitpunkt außer Kraft treten.

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