ESMA und Kommission zu grenzüberschreitenden Tätigkeiten und Vertrieb

Anfang April hat ESMA ihren Bericht zum grenzüberschreitenden Vertrieb und weiteren Tätigkeiten veröffentlicht (= Notification frameworks and home-host responsibilities under UCITS and AIFM). Ziel des Berichts ist hierbei die Harmonisierung der Verwaltungspraktiken von nationalen Aufsichtsbehörden, insbesondere unter Nutzung von europäischen Passport-Möglichkeiten.

So setzt sich Abschnitt 3 des Berichts insbesondere auseinander mit den grenzüberschreitenden Vertriebs- und Managementaktivitäten von AIFMs innerhalb der EU und liefert einen detaillierten Überblick über eine Vielzahl von Themen in diesem Zusammenhang. So werden insbesondere Verwaltungsgepflogenheiten der nationalen Aufsichtsbehörden benannt und ihre Wechselwirkung mit diesen grenzüberschreitenden Tätigkeiten.

Nach dem Bericht sollen nationale Aufsichtsbehörden insbesondere auch grenzüberschreitende Tätigkeiten von Fondsmanagementgesellschaften in ihre Aufsichtspraxis mit einbeziehen, und zwar sowohl im Aufnahmemitgliedstaat als auch im Herkunftsmitgliedstaat, um so Risiken einschätzen zu können.

Parallel hierzu hat die Europäische Kommission einen Bericht zum europäischen Vertrieb veröffentlicht; hierbei geht es insbesondere um die Überwindung von Hindernissen im grenzüberschreitenden Vertrieb. Im Ergebnis drängt die Kommission insbesondere auf eine Vereinheitlichung des Vertriebsbegriffs, insbesondere auch im Bereich des (eigentlich noch nicht regulierten) Pre-Marketings und Reverse Solicitation, die Abschaffung von administrativen Hindernissen in den Mitgliedstaaten und der weiteren Identifizierung von Hindernissen, wie z.B. im Bereich des Online-Vertriebs.

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