ESMA konsultiert Performance-Fee Leitlinien für Publikumsfonds

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat am 16. Juli 2019 einen Entwurf der Leitlinien zu Performancegebühren für Publikumsfonds zur Konsultation bereitgestellt.

Absicht des Leitlinienentwurfes ist die europaweite Harmonisierung nach welchen Modalitäten die Inrechnungsstellung von Performancegebühren gegenüber dem OGAW und seinen Anlegern erfolgen sollen, wie es auch schon in dem Supervisory Convergene Work Programme (SCWP) der ESMA thematisiert wurde. Hierdurch sollen sodann auch gemeinsame Offenlegungsstandards garantiert werden. Bisher unterscheiden sich diese Standards stark unter den Mitgliedstaaten.

Der Leitlinienentwurf soll dazu dienen, die Bestimmungen, ausgehend von der OGAW-Richtlinie, weiter zu konkretisieren. Nach diesen Bestimmungen sollen Kapitalverwaltungsgesellschaften im besten Interesse der von ihr verwalteten OGAW und der Integrität des Marktes ehrlich und fair handeln. Dies soll dadurch erreicht werden, dass sowohl der OGAW, als auch seinen Anteilinhabern keine übermäßig hohen Kosten berechnet werden sollen.

Der Entwurf der ESMA schlägt in den zunächst dargestellten Bereichen gemeinsame Kriterien zur Förderung von Konvergenzen der Aufsichtsbehörde vor: Allgemeingrundsätze bezüglich der Berechnung der Performancegebühren; eine Übereinstimmung zwischen dem Performance-Fee-Modell und den Anlagezielen, der Strategie sowie der Politik des Fonds; eine Frequenz zur Berechnung und Zahlung der Performancegebühr; die Grundlage, auf der eine Performancegebühr zu zahlen ist und eine Offenlegung des Performance-Fee-Modells.

Die ESMA fragt auch nach Feedback von Anteilinhabern, ob die zugrunde gelegten Leitlinien auch auf alternative Investmentfonds (AIFs), vertrieben an Kleinanleger, Anwendung finden sollen.

Stellungnahmen bezüglich dieses Entwurfes können bei der ESMA bis zum 31.10.2019 eingereicht werden.

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