ESMA-Konsultation zur Verwahrung von Vermögenswerten bei Unterverwahrung

Mit Datum vom 1. Dezember 2014 hat ESMA ein Konsultationspapier zur getrennten Verwahrung von Vermögenswerten bei der Unterverwahrung durch Dritte nach der AIFM-Richtlinie („Guidelines on asset segregation under the AIFMD“)veröffentlicht. Erklärtes Ziel ist hierbei die Entwicklung von ESMA-Leitlinien, um so eine einheitliche Anwendung der Verwahrungsregeln zu gewährleisten.

Unter Zuhilfenahme von Strukturcharts legt ESMA die aus ihrer Sicht zu bevorzugenden zwei Optionen dar: (i) Bei der ersten Alternative kommt es dem Grunde nach zu einer kontenmäßigen Trennung nach Verwahrstellen; d.h. der Unterverwahrer hat unterscheiden zwischen den Konten der den Auftrag erteilenden Verwahrstellen und den Konten für andere Vermögenswerte, wie z.B. für eigene Vermögenswerte. (ii) Bei der zweiten Alternative steht eine kontenmäßige Trennung nach AIFs und anderen Vermögenswerten im Vordergrund. Insoweit kommt es bei dieser Option nur zu zwei Konten, mithin einem Konto für AIFs und einem Konto für andere Vermögenswerte als AIFs.

In den fünf Fragen der Konsultation fragt ESMA sowohl nach der Kompatibilität der Optionen mit der AIFM-Richtlinie als auch nach praktischen Implikationen der Optionen, wie z.B. Restrukturierungsaufwand und Kosten. Ebenso wird nach eventuellen Vorteilen einer besonderen Handhabung von speziellen Gestaltungen (wie z.B. Collateral Management Vereinbarungen) gefragt.

Die Konsultationsfrist läuft bis zum 30. Januar 2015.

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