ESMA – Bewertung von Handelsplätzen in Drittländern nach MiFIR/MiFID II

Am 11. Oktober 2018 veröffentlichte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) die folgenden Beschlüsse hinsichtlich der Bewertung von Handelsplätzen in Drittländern:

 

Die Beschlüsse der EMSA betreffen Geschäfte, die von EU-Wertpapierfirmen an Handelsplätzen in Drittländern getätigt werden. Sie beschäftigen sich dabei insbesondere mit der Gewährleistung der Nachhandelstransparenz im Rahmen der MiFIR, und den Positionslimits nach MiFID II.

Im Dezember 2017 veröffentlichte die ESMA eine Stellungnahme (ESMA70-154-467), wonach Wertpapierfirmen, die an Handelsplätzen in Drittländern handeln, vorbehaltlich der Erfüllung der in der Stellungnahme aufgeführten Voraussetzungen, nicht verpflichtet sind, entsprechende Transaktionen in der EU über ein Genehmigtes Veröffentlichungssystem (approved publication arrangement – APA) zu veröffentlichen.

In den vorliegenden Beschlüssen überträgt das Aufsichtsorgan der ESMA die Verantwortung hinsichtlich der Bewertung von Handelsplätzen von Drittländern an den Vorsitzenden der ESMA. In den Beschlüssen werden Kriterien festgelegt, die der Vorsitzende bei der Beurteilung, ob ein Handelsplatz in einem Drittland als Handelsplatz im Sinne der Artikel 20 und 21 MiFIR oder Artikel 57 Abs. 4 MiFID II in Betracht ziehen soll.

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