ESAs: Bedenken hinsichtlich der Anforderungen an KID von PRIIPS

Am 1. Oktober 2018 veröffentlichte der Gemeinsame Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) (d.h. EBA, EIOPA und ESMA) ein Schreiben (JC 2018 55) an die Europäische Kommission über die wesentlichen Anlegerinformationen (Key Information Documents – KIDs) für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte (Packaged Retail and Insurance-based Investment Products – PRIIPs).

Die ESAs erklären, dass der Ansatz, wonach dem Kleinanleger sowohl ein PRIIPs-KID als auch die wesentlichen Anlegerinformationen gemäß der OGAW-Richtlinie (2009/65/EG) (OGAW-KIID) zu Verfügung gestellt werden, unbefriedigend sei.

Überlappende Offenlegungsdokumente können Anleger davon abhalten, diese zu nutzen. Dies wiederum erschwert das Treffen einer fundierten Entscheidung.

Die ESAs sind auch nicht davon überzeugt, dass die OGAW-KIID-Informationen zusammen mit den PRIIPs-KID-Informationen effektiv artikuliert werden können. Die Dokumente enthalten möglicherweise keine konsistenten Informationen, da es technische Schwierigkeiten bei den Methoden zur Darstellung von Risiken, Leistungen und Kosten gibt.

So führen beispielsweise der Gesamtrisikoindikator (summary risk indicator) der PRIIPs und der synthetische Risiko- und Ertragsindikator (synthetic risk reward indicator) der OGAW zu unterschiedlichen Risikoindikatoren.

Die ESAs beabsichtigen, im vierten Quartal 2018 im Rahmen einer Überprüfung der von der Kommission delegierten Verordnung (EU) 2017/653 eine öffentliche Konsultation einzuleiten.

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