ECON – Vorschlag für eine Verordnung und Richtlinie über den grenzüberschreitenden Vertrieb von Investmentfonds

Am 4. Dezember 2018 veröffentlichte der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments (ECON) eine Pressemitteilung, in der er ankündigte, dass er für die Annahme der Berichtsentwürfe hinsichtlich des Vorschlags der Europäischen Kommission für eine Verordnung und eine Richtlinie über den grenzüberschreitenden Vertrieb von Investmentfonds ((2018/0045(COD) und (2018/0041(COD)) gestimmt hat.

Die neuen Bestimmungen betreffen den grenzüberschreitenden Vertrieb von EU-regulierten alternativen Investmentfonds (AIFs) und Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW), die Vermögenswerte von Kleinanlegern sammeln und sie zum Kauf von Anleihen, Aktien oder anderen Finanzprodukten „poolen“.

In der Pressemitteilung hebt der ECON unter anderem die folgenden Änderungen hervor:

  • Die Marketingkommunikation, die sich an Kleinanleger von Fonds richtet, sollte eine detaillierte Darstellung der Risiken, eine Zusammenfassung der Rechte der Anleger und Informationen über nationale kollektive Rechtsbehelfe im Falle von Rechtsstreitigkeiten enthalten. Die ESMA sollte Leitlinien für die Marketingkommunikation erstellen.

 

  • Wenn ein Fonds ein Angebot zum Rückkauf aller seiner von Anlegern in einem Mitgliedstaat gehaltenen OGAW-Anteile unterbreitet, nachdem er beschlossen hat, seine Tätigkeit in diesem Staat einzustellen, sollte er die Anleger über die Folgen informieren, die sich daraus ergeben die Anteile weiter zu halten.

 

  • Die Freistellung für OGAW von Verpflichtungen aus der PRIIPS-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 1286/2014) in Bezug auf Basisinformationsblätter (Key Information Documents, KIDs) sollte um weitere zwei Jahre verlängert werden.

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