BaFin Rundschreiben: Anforderungen bei der Bestellung externer Bewerter für Immobilien und Immobilien-Gesellschaften

Die Bundesanstalt hat auf ihrer Homepage am 29. Juli 2015 das neue Rundschreiben 07/2015 (WA) – Anforderungen bei der Bestellung externer Bewerter für Immobilien und Immobilien-Gesellschaften veröffentlicht.

Das Rundschreiben konkretisiert die Anforderungen an die Bestellung des externen Bewerters gem. § 216 KAGB für Immobilien in offenen und geschlossenen Investmentvermögen sowie für Immobilien-Gesellschaften i.S.d § 1 Abs. 19 Nr. 22 KAGB. Dadurch soll der Nachweis des Vorliegens der Voraussetzungen nach § 216 Abs. 2 KAGB erleichtert werden. So soll etwa die Anzeige  die Investmentvermögen auflisten, für die der externe Bewerter zu bestellen ist. Soweit der externe Bewerter nur für eine bestimmte Immobilie bestellt wird, ist auch dies in der Anzeige hervorgehoben klarzustellen. Ebenfalls anzugeben ist im Rahmen der Anzeige, ob es sich um einen Fall der Ankaufsbewertung oder einen Fall der Regelbewertung handelt (§ 231 Abs. 2 Nr. 3 KAGB). Dies soll jedoch nicht bei einem Spezial-AIF gelten, der nach § 284 Abs. 2 KAGB von § 231 Abs. 2 Nr. 3 KAGB abweicht.

Im Einzelnen enthält das Rundschreiben folgende Inhalte:

  • Anforderungen an die gesetzlich anerkannte obligatorische berufsmäßige Registrierung, die berufsständischen Regeln oder die sonstigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften, die die Berufsausübung regeln, i.S.d. § 216 Abs. 2 Nr. 1 KAGB
  • Nachweis der beruflichen Garantien gem. § 216 Abs. 2 Nr. 2 KAGB i.V.m. Art. 73 der Verordnung (EU) Nr. 231/2013
  • Entsprechende Anwendung des § 36 Abs. 1, 2 und 10 KAGB nach § 216 Abs. 2 Nr. 3 KAGB
  • Anzeige bei der Rotation des externen Bewerters nach § 250 Abs. 2 S. 1 und § 261 Abs. 5 S. 2 KAGB
  • Besonderheiten bei juristischen Personen oder Personenhandelsgesellschaften
  • Verfahren bei externen Bewertern, für die bereits eine Anzeige nach § 216 Abs. 5 KAGB erstattet wurde
  • Beendigung einer Tätigkeit als externer Bewerter

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