BaFin konsultiert KAMaRisk

Die BaFin hat am 08.11.2016 ihren Entwurf der Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Kapitalverwaltungsgesellschaften (KAMaRisk) veröffentlicht und zur Konsultation gestellt.

Die KAMaRisk sollen die bisherigen InvMaRisk ersetzen, die aufgrund der Einführung des KAGB bei Umsetzung der AIFM-Richtlinie (Richtlinie 2011/61/EU) veraltet waren.

Weiterer Umsetzungsbedarf ergab sich durch die Einführung der Delegierten Verordnung zur AIFM-Richtlinie (Delegierte Verordnung (EU) Nr. 231/2013 der Kommission vom 19. Dezember 2012 zur Ergänzung der Richtlinie 2011/61/EU des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf Ausnahmen, die Bedingungen für die Ausübung der Tätigkeit, Verwahrstellen, Hebelfinanzierung, Transparenz und Beaufsichtigung, „AIFM Level 2-VO“), die bisher in der InvMaRisk geregelte Sachverhalte nun auf europäischer Ebene mit unmittelbarer Geltung in allen Mitgliedsstaaten regelt.

Umfassend überarbeitet wurden u.a. die Regelungen zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement von AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaften, die für Rechnung eines AIF Gelddarlehen vergeben. Die entsprechenden Vorgaben waren notwendig geworden, nachdem die Darlehensvergabe für Rechnung eines AIF im Rahmen der Änderungen durch OGAW V grundsätzlich erlaubt worden war, aber von der Voraussetzung einer adäquaten Geschäftsorganisation abhängig gemacht worden war. Die BaFin verweist in ihrer Erklärung zur Konsultation auf die entsprechenden Regelungen in der MaRisk Banken.

Zur Konsultation kann bis zum 23.11.2016 Stellung genommen werden.

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